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Kooperationen im MINT-Bereich in Rheinland-Pfalz

Ausgangslage
Das Land Rheinland-Pfalz verfolgt im Rahmen seiner MINT-Strategie das Ziel, außerschulische MINT-Angebote stärker in das Gesamtangebot der MINT-Förderung zu integrieren. Viele Schulen in Rheinland-Pfalz kooperieren bereits mit außerschulischen Partnern, um Kinder und Jugendliche in ihren MINT-Kompetenzen zu fördern. Die Zusammenarbeit zwischen Schulen und außerschulischen Akteuren, insbesondere im Ganztag, gestaltet sich jedoch nicht überall reibungslos.

Als Ausgangspunkt stehen die Fragen: Wie und warum kommen Kooperationen zustande? Welche Bedingungen begünstigen ihr Gelingen und welche Hürden können auftreten?
 

Projektbeschreibung
Um Gelingensbedingungen und Hürden für Kooperationen zu identifizieren und Schulen im ganzen Land von erfolgreichen Praxisbeispielen profitieren zu lassen, haben das Ministerium für Bildung des Landes Rheinland-Pfalz und die Allianz für Schule Plus ein gemeinsames Monitoring-Vorhaben durchgeführt. Zunächst wurden zehn vom Land ausgewählte Projektschulen mittels eines Fragebogens zum Kooperationsgeschehen befragt. Ergänzend fanden qualitative Interviews mit schulischen Akteurinnen und Akteuren statt. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen in die Weiterentwicklung der MINT-Strategie des Landes und in das Landesprogramm "MINT in Ganztagsschulen" ein.
 

Wirkung
Gelingensbedingungen und Hürden für die Kooperation von Schulen und außerschulischen Akteuren im MINT-Bereich in Rheinland-Pfalz wurden systematisch erarbeitet. Die Erkenntnisse liefern wichtige Impulse für die Weiterentwicklung der MINT-Förderung im Land und fließen in die MINT-Strategie ein, im Rahmen derer MINT-Regionen und regionale MINT-Projekte ausgebaut werden.
 

Projektstand
Die Befragung der teilnehmenden Schulen sowie die qualitativen Interviews mit schulischen Akteurinnen und Akteuren wurden erfolgreich abgeschlossen. Die Ergebnisse des Vorhabens wurden ausgewertet, hier veröffentlicht und dem Land Rheinland-Pfalz zur Verfügung gestellt.
 

Ausblick
Die in der ersten Phase der Zusammenarbeit gewonnenen Erkenntnisse dienen als Grundlage für die Weiterentwicklung der Zusammenarbeit zwischen Schulen und außerschulischen Partnern sowie für den weiteren Ausbau der MINT-Förderung im Land. Das Ministerium für Bildung Rheinland-Pfalz startet zum Schuljahr 2026/2027 das Landesprogramm "MINT in Ganztagsschulen", in dem MINT-Angebote im Ganztag aufgebaut oder qualitativ weiterentwickelt und nachhaltig verankert werden. Dafür werden sogenannte TRIO-Kooperationen ins Leben gerufen: Eine Transferschule betreut je vier Pilotschulen bei der Einführung oder Weiterentwicklung ihrer MINT-Ganztagsangebote. Außerschulische Kooperationspartner vervollständigen das Trio. "MINT in Ganztagsschulen" setzt auf verlässliche und nachhaltige Strukturen, Netzwerke und Erfahrungsaustausch sowie entsprechende Materialien und Ressourcen.

Die Allianz für Schule Plus wird das Landesprogramm ebenfalls begleiten. Fokus der Untersuchung wird sein, wie verlässliche Kooperations- und Netzwerkstrukturen entstehen, welche Rahmenbedingungen den Wissenstransfer zwischen den beteiligten Akteurinnen und Akteuren fördern und wie MINT-Angebote langfristig in der Schulorganisation verankert werden können. Zudem soll das Profil der drei Akteursgruppen herausgearbeitet und geschärft werden. Dabei werden zum einen Erfolgsfaktoren und Gelingensbedingungen aus allen drei Perspektive identifiziert, zum anderen wird ein Strukturmodell so aufbereitet, dass andere Regionen in Deutschland die Ergebnisse für sich nutzen und ähnliche Strukturen implementieren können.

 

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